Feierliche Verleihung des Qualitätssiegel „Deutsche Schachschule 2020“ an die Friedrich-Ebert-Realschule

Li. Schulleiterin Frau Ilgen, mi. Heike Minneken, re. Jörg Schulz, Geschäftsführer der Deutschen Schachjugend

Dieses Siegel haben nur zwei Realschulen in Deutschland. Vergeben wird es von der Deutschen Schachjugend und natürlich war der Geschäftsführer Jörg Schulz extra aus Berlin angereist.

In nur zwei Jahren konnte das Team um Lehrerin Heike Minneken mit voller Unterstützung von Schulleiterin Frau Ilgen und Kollegen die hohen Anforderungen aus Berlin erfüllen. Inzwischen gibt es 5 Schachklassen mit jetzt 137 Schachschülern und Schachschülerinnen, und zusätzlich 1 Stunde extra in der Woche,. Die eigene Fachschaft Schach mit mehreren ausgebildeten Schachlehrern und mit dem Konzept Kinder spielerisch an den Schachsport heranzuführen ist vielseitig engagiert und es werden auch viele überörtliche Schachturniere besucht.

Am Donnerstag, 12. Oktober um 12 Uhr begann die Verleihung durch eine Musikvorführung der Big Band des Sophie Scholl Gymnasiums. Thema: Mission impossible. Frau Ilgen in der Eröffnungsrede nahm dies zum Anlass Schach in der FER als Mission possible zu bezeichnen.
Geladen waren auch Ehrengäste wie der Ehrenpräsident des Deutschen Schachbundes Alfred Schlya, Stadtsportbundpräsident Werner Schmidt, Jan Nahrstedt vom Ausschuss für den Schulsport, Bürgermeister Klaus Dieter Bross als Vorsitzender des Sportausschusses und unser Oberbürgermeister Daniel Schranz, trotz vieler Termine gleichzeitig Schirmherr. Er hielt die Begrüßungsrede mit Anmerkungen über Deutsche Schachgroßmeister/Schachweltmeister und betonte, dass Schach im Schulunterricht eine großartige Sache wäre. In Anerkenntnis der vielen Arbeit, die zur Verleihung nötig war bemerkte er aber auch, dass nicht nur Arbeit, sondern auch das nötige Geld zum Glück gewonnen werden konnte. Vielleicht würde ein Schachkind der FER ja einmal in die Fußstapfen der Großmeister treten.
Mit Viva la Vida lockerte die Big Band dann die Stimmung für die Anwesenden Schüler, Eltern, Lehrer und die Ehrengäste auf.

Frau Ilgen berichtete dann vom Schachkonzept der Schule, dem engagierten Team und vor allem über „ihre“ Schachkinder als Hauptpersonen. In nur zwei Jahren konnte man, obwohl Zeit bis 2020 war, das Projekt Schachklasse zur Krönung durch das Qualitätssiegel führen und ist sich bewußt, das ist der Anfang!
Musik! Springerklasse 6f feat. The Singing Cookies kredenzte Jungs gegen Mädchen.

Nun kam Jörg Schulz zum Zuge, wie man in der Schachwelt sagt.
Er fühle sich in Oberhausen und in der Aula recht wohl, obwohl er den Wecker morgens ganz früh stellen musste. Knapp 70 Deutsche Schachschulen gibt es und wie schon erwähnt ist die FER die zweite Realschule. Besonders betonte er, dass es nicht um Großmeisterwürden gehen würde, sondern um Schach als Freizeitbeschäftigung unddann erst höhere Würden.Eine erfolgreiche Schach AG mit vielleicht Vereinsspielern reiche z. B. nicht aus um das begehrte Qualitätssiegel zu bekommen. Doch in 2021 muss die FER sich erneut beweisen, dass die Kriterien noch/wieder erfüllt werden. Doch er war sich gewiss, dass die FER mit ihrem tollen Einsatz dies auch schaffen werde.
Zu guter letzt kamen The Singing Chor von der FER unter der Leitung von Heike Minneken zum Ausklang mit Gesang zum Einsatz. Wer kennt nicht die Verbindung von Schach und Musik.

Ausklang, wieso? Im Foyer mit selbstgebastelten Schachbrettern und Figuren konnte man sich, auch durch eine Vitrine und „Schachgemälden der 10. Klasse, von dem Spaß, dem Eifer und, für Schach ganz wichtig, der Kreativität ein Bild von der Vielseitigkeit von Schach machen. Beim Schachsport ist das Alter egal, das Geschlecht, die Hautfarbe, sowie Sprache und Religion.

(Anmerkung: An zwei Kitas, 4 Grundschulen sowie 3 Gymnasien existieren in Oberhausen auch Schach-AGs. Die FER stellte bei der letzten Stadtmeisterschaft 10 von 14 Mannschaften und war auch am Landesfinale beteiligt)